Wirtschaftsreise Äthiopien und Ruanda

Rheinland-pfälzische Unternehmen sind für den internationalen Markt gut gerüstet. Sie sind auf vielen Auslandsmärkten vertreten. Ihre Produkte und Dienstleistungen genießen weltweit einen hervorragenden Ruf.

Sie wollen mit Ihrem Unternehmen expandieren und suchen nach attraktiven Märkten in den Branchen Landwirtschaft, Bau, Dienstleistungen, Bergbau oder Industrie?

Dann empfehlen wir Ihnen zwei wirtschaftsfreundliche Republiken in Afrika.

Wir helfen Ihnen zum Ausbau Ihrer internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an einer Wirtschaftsreise nach Äthiopien und Ruanda ein.

Äthiopien zählt mit fast 100 Mio. Einwohnern zu den wachstumsstärksten Märkten Afrikas. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete das Land ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 8,4%. Infrastrukturprojekte, der Ausbau der verarbeitenden Industrie, Industrialisierung der Landwirtschaft, steigende öffentliche Investitionen, ein boomender Bausektor sind Potenziale, die Sie ausschöpfen sollten.

Gute Rahmenbedingungen für Ihr exportorientiertes Unternehmen finden Sie ebenso in Ruanda. Seit einigen Jahren erlebt Ruanda einen starken Aufschwung mit erheblichen Wachstumsraten. Ruanda ist seit 1982 Partnerland von Rheinland-Pfalz, gleichzeitig ein wirtschaftliches Vorbild für Ostafrika und ein sicherer afrikanischer Investitionsstandort.

Die Einrichtung einer eigenen Wirtschaftsrepräsentanz im Koordinationsbüro des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda in Kigali unterstützt die wirtschaftliche Kooperation von rheinland-pfälzischen und ruandischen Unternehmen aktiv vor Ort.

Wir organisieren für Sie vor Ort individuelle Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern. Machen Sie sich persönlich ein Bild vom ostafrikanischen Markt und loten Sie Marktchancen für Ihr Unternehmen aus.

Wir erstellen für Sie ein individuelles Programm mit Unternehmensbesichtigungen von Referenzprojekten und besuchen vor Ort sowohl deutsche als auch afrikanische Unternehmen. Dadurch erhalten Sie aus erster Hand wertvolle Informationen und Erfahrungsberichte.

Victoria Hellmeister

Referentin

Telefon +49 6131 16-2153
victoria.hellmeister@mwvlw.rlp.de

Susanne Graffe

Mitarbeiterin

Telefon +49 6131 16-2122
susanne.graffe@mwvlw.rlp.de

Nachbericht

Ruanda zu Gast in Rheinland-Pfalz: Delegationsbesuch des Partnerlandes auf der Intergem (internationale Fachmesse für Edelsteine). Ein Nachbericht zur Wirtschaftsreise Äthiopien und Ruanda 2017.

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„Äthiopien hat gute Chancen, in den nächsten Jahren zur größten Volkswirtschaft Ostafrikas aufzusteigen.“

Fünf Gründe, warum Äthiopien eine gute Entscheidung für Ihre Unternehmensexpansion nach Afrika ist.

Hohes landwirtschaftliches und enormes Energiepotenzial, attraktive Bodenschätze sowie neue Industrieparks machen das Land interessant für ausländische Investitionen. Äthiopien hat gute Chancen, in den nächsten Jahren zur größten Volkswirtschaft Ostafrikas aufzusteigen. Der Aufbau einer Lowtech-Industrie und damit auch eine schrittweise Erschließung des riesigen Binnenmarktes mit 100 Mio. Menschen treiben die Entwicklungen in Äthiopien voran.
Die Amtssprache in der förderale Republik Äthiopien ist Amharisch, die zweite Verkehrssprache Englisch.

Äthiopien verdankt sein rapides Wirtschaftswachstum der letzten Jahre im Besonderen der Agrarwirtschaft. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Kaffeeproduktion, für die Deutschland seit Jahren den größten Abnehmer darstellt. Äthiopien ist der führende Kaffee-Produzent auf dem afrikanischen Kontinent und weltweit auf Rang fünf. Ziel der Regierung ist es, die bislang vorherrschende Subsistenzlandwirtschaft zu modernisieren und zu kommerzialisieren. Eine zunehmende Mechanisierung sowie der Einsatz von Düngemitteln und leistungsfähigen Saaten soll Produktivitätssteigerungen ermöglichen.

Gleich mehrere große Wasserkraftwerke sind landesweit im Bau. Allen voran das Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperren-Projekt, das noch 2018 die ersten Generatoren in Betrieb nehmen wird. Bei endgültiger Fertigstellung soll die Kapazität 6.450 Megawatt erreichen. Es wäre dann das größte Kraftwerk Afrikas - und eines der billigsten Stromlieferanten.

Der Bergbausektor nimmt eine zunehmend wichtige Rolle in Äthiopiens Diversifizierungsstrategie ein. Äthiopien hat Vorkommen von Phosphor, Eisen, Salz, Pottasche, Soda, Kohle, Erdgas und einer Reihe von Baustoffen wie zum Beispiel Marmor. Die Tantal-Produktion gilt als die viertgrößte der Welt. Äthiopien verfügt zudem über Erdöl- und Erdgasvorkommen, welche aber noch nicht gefördert werden. Kohle wird in beschränktem Umfang abgebaut, neue Projekte sind jedoch in Planung. Geschäftschancen bestehen für deutsche Firmen vor allem in der Lieferung von Bergbaumaschinen.

Äthiopien will mit einer gewaltigen Anstrengung eine moderne Infrastruktur aufbauen, die dem Land wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltigen Wohlstand bringen soll. Neben dem Energiesektor hat hierbei die Verkehrsinfrastruktur – vor allem der Eisenbahn – und der Straßenbau – Priorität. Äthiopien hat das erklärte Ziel, ein 5.000 km langes Normalspur-Eisenbahnnetz aufzubauen. Im Jahr 2016 wurde bereits eine neue Eisenbahnstrecke zwischen der Hauptstadt Addis Abeba und Dschibuti am Roten Meer eingeweiht. Die neue Bahnstrecke soll vor allem helfen, die Wirtschaft anzukurbeln. Bis dahin befahren täglich rund 1500 Lastkraftwagen die Straße zwischen der Hauptstadt und der Hafenstadt im Staat Dschibuti, die als Freihafen für Äthiopien den Zugang zu Asien, Europa und dem Rest Afrikas darstellt.

Ein Standortvorteil Äthiopiens sind die Industriezonen, die künftig verstärkt private Investoren anlocken sollen. Für Äthiopien bedeutet dies das Schaffen von Arbeitsplätzen, Geldverdienen um Familien zu ernähren und ganz wichtig Devisen für das Land.
Im Juli 2016 wurde offiziell der Hawassa Industrial Park eröffnet, nach eigener Darstellung der größte in Subsahara-Afrika. Von hier aus sollen Textilien und Bekleidung exportiert werden.
Ein weiterer Industriepark wurde im Juli 2017 in der Stadt Kombolcha eingeweiht. Eine ganze Palette weiterer Parks sind derweil in unterschiedlichen Stadien der Verwirklichung und konzentrieren sich auf die Produktionsbereiche Bekleidung, Textilien, Pharmazeutik und medizinisches Gerät sowie Agro-Industrie.

„Wachstumsraten von durchschnittlich 7% und die Mitgliedschaft im Wirtschaftsverbund der East African Community machen Ruanda zu einem strategischen Ausgangspunkt für den ostafrikanischen Markt.“

Fünf wertvolle Tipps, warum Ruanda beste Voraussetzungen für Ihre Unternehmensexpansion nach Afrika bietet.

Ruanda bietet Investoren ansprechende Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten. Das Land ist gut organisiert, Kriminalität und Korruption sind gering. Wachstumsraten von durchschnittlich 7% und Ruandas Mitgliedschaft im Wirtschaftsverbund der East African Community machen das Land zu einem strategischen Ausgangspunkt für einen signifikanten ostafrikanischen Markt. Rheinland-Pfalz ist seit 1982 mit Ruanda partnerschaftlich verbunden.
Die Amtssprache in der präsidialen Republik Ruanda ist Englisch.

Ruanda verfolgt eine relativ vernünftige Wirtschaftspolitik und macht in internationalen Indices eine gute Figur, insbesondere im Regionalvergleich. Während das kleine Land für den ehemaligen deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Anker der Sicherheit ist, preisen es andere Beobachter als eine bestechungsfreie Insel im ostafrikanischen Korruptionssumpf.
Im letzten Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegte Ruanda einen 50. Platz von 176 Ländern, weit vor seinen Nachbarn Burundi (159), Uganda (151) und der Demokratischen Republik Kongo (156).

Die Wirtschaft Ruandas wächst seit einigen Jahren jährlich um durchschnittlich rund sieben Prozent  Auch die Prognosen für die kommenden Jahre liegen auf diesem Niveau. Größten Anteil an der Wirtschaftsleistung mit knapp 50 Prozent hat der Dienstleistungssektor. Die Landwirtschaft liegt mit rund 30 Prozent auf Platz 2 und die Industrie hat einen Anteil von knapp 15 Prozent.
Ruanda hat sich für die Zukunft ehrgeizige Ziele gesteckt und möchte 2020 den Status eines Lands mittleren Einkommens ('Middle Income Country') mit einem pro Kopf-Bruttoinlandsprodukt von 1.240 US-Dollar erreichen – aktuell liegt dies bei rund 722 US-Dollar. Ruanda beabsichtigt, längerfristig zweistellige Wirtschaftswachstumsraten zu erzielen und setzt auf massive Investitionen in die Transport- und Energiesektoren (Wasserkraft, Erdwärme, Methangas im Kivu-See und Solarenergie), in die Modernisierung der Landwirtschaft und die Förderung der Industrie sowie den Ausbau des Tourismus und der IT. Dem Privatsektor soll dabei eine Schlüsselrolle zukommen. Die Regierung unternimmt deshalb zahlreiche Anstrengungen, um insbesondere ausländische Investoren anzuziehen.

Im Ease of Doing Business-Ranking der Weltbank liegt Ruanda mit Platz 56 (von 190) auf dem zweitbesten in Afrika.

Wenn Ökonomen auf der Suche nach einer Erfolgsgeschichte  auf dem afrikanischen Kontinent sind, landen viele bei Ruanda. Das kleine Land an den großen Seen hat eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Die politische Lage in Ruanda kann als relativ stabil bezeichnet werden. Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern erfreulicher Weise sehr gering.

Ruanda ist ein kleines, armes, dicht besiedeltes Land. Aus dem Genozid vor über 20 Jahren haben die Elite und vor allem der starke Mann des Landes, Präsident Paul Kagame, gelernt und setzen nun auf Armutsbekämpfung und eine liberale, korruptionsarme Wirtschaft. Auf der politischen Bühne gibt es keine signifikante Bedrohung der Stabilität: Präsident Paul Kagame wurde im August 2017 erneut mit großer Mehrheit gewählt.

„Wir planen, organisieren, koordinieren und begleiten Ihre Reise nach Ruanda und Äthiopien. Sie widmen Ihre volle Aufmerksamkeit der Vorbereitung auf Ihre potenziellen Geschäftspartner.“

Sichern Sie sich sechs einzigartige Vorteile im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung. Folgende Kosten trägt das Land Rheinland-Pfalz für Sie.

  • Individuelle Ermittlung potenzieller Kooperationspartner für jedes teilnehmende Unternehmen
  • Organisation und Terminierung der Kooperationsgespräche
  • Erstellung einer Delegationsbroschüre mit Präsentationsmöglichkeit für jedes Unternehmen
  • Übersetzung des Präsentationstextes in die Landessprache
  • Organisation von Projektbesichtigungen
  • Organisation von Abendempfängen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft

Diese Förderung in Höhe von 4.500 Euro wird als De-minimis-Beihilfe gemäß den Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 (ABl. EU Nr. L 352 vom 24.12.2013, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung gewährt. Voraussetzung. Das maximale Fördervolumen pro Unternehmen beträgt insgesamt 200.000 Euro innerhalb von 3 Steuerjahren. Nach Anmeldung erhal-ten Sie eine entsprechende Erklärung, die als Nachweis ausgefüllt werden muss.

Ihr direkter Ansprechpartner

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Susanne Graffe
Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz
Telefon: 06131 16-2122
Fax: 06131 16-17-2122
susanne.graffe@mwvlw.rlp.de

Anmeldung 2018

Auch in 2018 findet eine Reise vom 15. bis 20.07. nach Kigali, Ruanda statt. Schon heute können Sie Ihr Interesse hierfür anmelden.

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