Erste digitale Wirtschaftsreise von Rheinland-Pfalz nach Israel

Aufgrund der aktuellen Corona-Siuation sind physische Reisen nach Israel zurzeit nicht möglich. Um rheinland-pfälzischen Unternehmern dennoch die Gelegenheit zu geben, Israel kennen zu lernen das Landes und Geschäftsmöglichkeiten mit potenziellen israelischen Partnern zu haben, hat das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Auslandshandelskammer Israel die erste digitale Wirtschaftsreise für Unternehmer veranstaltet.

Dank einer interaktiven digitalen Plattform konnten die sieben teilnehmenden Unternehmen unterschiedlicher Branchen virtuell auf individuell ausgesuchte Gesprächspartner treffen, um ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen und Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen. Die Teilnehmer kamen darüber hinaus mit Neta Gruber Perry von der israelischen Innovationsbehörde, sowie mit Lisa Haus von der IHK Rheinhessen über Innovation, Ausgründung, Finanzierungsmöglichkeiten und vieles mehr ins Gespräch.

Bei einem Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz und Anwendungen – was können israelische und deutsche Unternehmen voneinander lernen?“ konnten die Delegationsteilnehmer und israelische Gäste sich über den Stand von KI in beiden Ländern informieren. David Maman, Geschäftsführer des israelischen Startups binah.ai, präsentierte die praktische Anwendung von KI in seiner Technologie. Aus Rheinland-Pfalz stellte Prof. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, sowohl die Entwicklung des KI-Bereichs in Deutschland als auch die Aktivitäten seines Zentrums vor. Die israelischen Teilnehmer, die vor allem aus verschiedenen Startups kamen, zeigten sich an Kooperationen zwischen Rheinland-Pfalz und Israel stark interessiert.

Die Delegationsteilnehmer haben außerdem das Instrument Tech Scouting für Unternehmen kennengelernt. Dies spielt bei der Suche nach neuen Technologien für Unternehmen im Ausland eine wichtige Rolle. Vor allem für KMUs aber auch für Konzerne stellt das Tech-Scouting einen risikolosen, unkomplizierten und zudem preiswerten Weg in die israelische Startup- und Innovationsszene dar. Während des Austausches erfuhren die Teilnehmer von David Abraham, dem Geschäftsführer von Robert Bosch Technologies, seine Sichtweise des Innovations-Scouting eines Konzerns in Israel, während Stanislaw Grünstein, Innovation Manager bei imat-uve GmbH, die Arbeit für das KMU aus Mönchengladbach präsentierte.

Den Abschluss der Reise gab es zwei virtuelle Unternehmensbesuche in Israel. Kobi Lasri, Geschäftsführer von Ophir Optics, einem Weltmarktführer für Infrarot-Optik, optischen Komponenten und Messtechnik für Laser, führte seine rheinland-pfälzischen Gäste mit der Kamera durch die Produktionsstätte in Jerusalem und vermittelte den Teilnehmern das Gefühl, persönlich mit ihm in der Produktionshalle zu stehen. Danach präsentierte Haim Levi, Leiter der Bereiche Sicherheit und Materialien bei XJET, die einzigartige Inkjet-Technologie des Unternehmens, die mithilfe von 3D-Druck und Additive Manufacturing die Herstellung höchst präziser Werkteile aus rostfreiem Stahl und anderen Materialien ermöglicht.

In der Auswertungsrunde waren sich die Teilnehmer einig: Die digitale Reise hat einen ungeahnten und profunden Einblick in das kleine Land am östlichen Mittelmeer mit seinen zahlreichen Facetten und Kulturen gewährt. Dank der digitalen Form waren viele Begegnungen bei geringem Zeitaufwand machbar. „Der nächste Schritt ist, Kontakte zu vertiefen und das Land zu besuchen, um es nicht nur mit eigenen Augen und Ohren, sondern mit allen Sinnen kennen zu lernen“, sagte German Drechsler, Geschäftsführer der THINK-Gruppe, zum Schluss.

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